Sicherlich haben Sie sich schon gefragt, was „die 2. Offenlegung“ überhaupt bedeutet. Auf dieser Seite soll kurz erklärt werden, was die 2. Offenlegung ist und wie es dazu kam.

So läuft die 2. Offenlegung ab

Wie Sie sicher wissen, hat die Bundesregierung die so genannte Energiewende beschlossen. Dabei wird das Ziel verfolgt bis 2050 den gesamten Strom aus 100% regenerativen Energien herzustellen, also beispielsweise aus Wind, Wasser und Solarenergie. Die Umsetzung dieses Ziels hat sie u.a. den einzelnen Ländern übertragen. Deshalb hat sich Hessen dazu verpflichtet, 2% der Landesfläche als so genannte Windvorrangflächen auszuweisen. Diese Flächen sind angeblich besonders für den Bau von Windkraftanlagen geeignet und können nach ihrer Ausweisung mit Windrädern bebaut werden.
Wenn ein Projektierer bzw. Betreiber von Windkraftanlagen, das sind meist große Unternehmen mit Millionenumsatzk, einen Windpark bauen will, kann er auf diese Windvorranggebiete zugreifen und dort bauen.
Die Ausweisung der Windvorranggebiete hat das Land wiederum an die einzelnen Regierungspräsidien übertragen. Für Rothenkirchen ist das RP Kassel zuständig. Es ist leider so, dass nicht jede Gemeinde gleichmäßig mit 2% belastet wird. Beispielsweise kann man kein Windrad in Fuldas Innenstadt stellen, dafür müssen andere Gebiete mehr belastet werden. Ein solches Gebiet ist die Gemeinde Burghaun, die in der 2. Offenlegung mit 15% der Gemeindefläche belastet wurde.
Die Windvorranggebiete sind im so genannten Teilregionalplan Energie Nordhessen vom RP Kassel nun zum 2. Mal nach 2013 zur Einsicht im Internet und in den Gemeindezentren offengelgt worden, deshalb sprechen wir auch von der 2. Offenlegung. In dieser 2. Offenlegung ist jedes Windvorranggebiet mit einem so genannten Flächensteckbrief genauer beschrieben (siehe unten).

Flächensteckbrief_FD010

„Harte“ und „weiche“ Ausschlusskriterien

Außerdem wird in dem Teilregionalplan beschrieben, welche Kriterien zum Ausschluss eines Windvorranggebietses führen können, beispielsweise ein zu geringer Abstand zu Wohngebieten oder das Vorkommen einer naturgeschützten Vogelart in einem bestimmten Radius um den Windpark. Dabei ist zudem noch zwischen „harten“ und „weichen“ Ausschlusskriterien zu unterscheiden. „Harte“ Ausschlusskriterien führen zum sofortigen Ausschluss eines Gebietes während „weiche“ Ausschlusskriterien einer genaueren Prüfung unterliegen bzw. abgewägt werden können.

ausschlusskriterien

Nun hat jeder Bürger bis zum 29.5. Zeit Einwände gegen bestimmte Gebiete – Rothenkirchen ist von den Gebieten FD 10 und HEF 55 betroffen- beim RP Kassel vorzutragen.

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