Hier gibt`s die Einwandschreiben als Worddatei zum Thema „wirtschaftliche Aspekte“:

FD 10

HEF 55

Windkraftanlagen oftmals nur aufgrund von Subventionen rentabel

Immer wieder hört man Berichte von Traumrenditen, die durch Windenergie geschaffen werden. Für Gebiete mit ausreichend Wind mag dies zumindest teilweise zutreffen, in unserer Region wird dies aber nur schwer realisierbar sein, weil hier schlicht zu wenig Wind weht. Wenn überhaupt, sind massive Subventionen für die Rendite von Windkraftanlagen in der Mittelgebirgsregion verantwortlich. Letztendlich zahlen also die Bürger die Rendite für die Windkraftbetreiber.

Gewerbesteuer für die Gemeinde ist unsicher

Oft werden die klammen Gemeinden mit dem Argument geködert, dass Windkraftanlagen Geld in die leeren Haushaltskassen spülen würden. In der Realität entpuppt sich das aber nur zu oft als ein großer Irrtum.
Stehen erst einmal die Windräder, stellen die Gemeinden meistens schnell fest, dass der versprochene Geldsegen ausbleibt und dies hat einige Gründe.

  • Kreative Gestaltungsmöglichkeiten, wie Betreiber von Windparks ihre Gewerbesteuer drücken können, gibt es zahlreiche.
    Verluste sind nicht selten in der Branche, wenn beispielsweise die zu erwartenden Volllaststunden, Windstärke etc. zu hoch eingeschätzt wurde, um das Projekt den Leuten schmackhaft zu machen, führt das dauerhaft zu geringeren Einnahmen als mit der Stromeinspeisung kalkuliert und somit auch zu einer Verringerung der zu erwrtenden Gewerbesteuer für die Gemeinde.
  • Des Weiteren können die Betreiber  die Herstellungskosten den Einnahmen auf die steuerliche Nutzungsdauer mindernd gegenrechnen. Genauso können anfallende Pachtzahlungen und Darlehenszinsen abgesetzt werden.
  • Für natürliche Personen und Personengesellschaften (GbR, KG, GmbH & Co. KG) fällt darüber hinaus bis zu einem Freibetrag von 24.500 Euro keine Gewerbesteuer an.
  • Für jede einzelne Windkraftanlage kann eine eigene Gesellschaft gegründet werden, was de facto dazu führt, dass sich die Freibeträge vervielfachen. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Viele Gemeinden ziehen eine negative Windkraft-Bilanz

Viele Gemeinden müssen erkennen, dass sie sich einer Illusion hingegeben haben, als sie sich mit den Versprechen von sprudelnden Einnahmen haben hinters Licht führen lassen.
Das muss nicht nur Ministerpräsident Platzeck resignierend feststellen, wie er es in einem Interview in (www.welt.de/Kommunen warnen vor Scheitern der Energiewende) für zahlreiche Kommunen und Gemeinden feststellt. Andere Gemeinden sehen sich ebenfalls getäuscht.

So stellt auch die Ortsbürgermeisterin Barbara Olze (CDU) ernüchternd fest, dass die 19 Windkraftanlagen, die vor zehn Jahren bei Ihlewitz ans Netz gegangen sind, der Gemeinde unterm Strich bislang nichts gebracht haben.

Je nach Kosten für den Bau eines Windrades haben Investitionen eine lange Abschreibungsphase für die Betreiber. So hat beispielsweise die Stadt Berching (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz) bis Ende 2011 noch keinen Euro an Gewerbesteuer eingenommen. Dabei stehen insgesamt drei Windkrafträder seit mehr als zehn Jahren auf einer Hochfläche in der Nähe der Ortschaft Oening im Altmühltal. Stadtkämmerer Christian Rogoza rechnet auch in den nächsten Jahren noch nicht mit Gewerbesteuer-Einnahmen.
Es findet bundesweit keine nennenswerte Einnahmen über Gewerbesteuer statt. Dazu gibt es zu gute Abschreibungsmöglichkeiten für die Betreiber.

Der Schwarze Peter für die Nachbargemeinde

Neben den Streitigkeiten um die Gewerbesteuer halten viele Gemeinden besonders dann die Hände auf, wenn die Windkraftanlagen an der Gemeindegrenze gebaut werden und dabei einer anderen Gemeinde die Hauptlast im Sinne der Zerstörung des Landschaftsbildes und der Ökologie zugemutet wird. Das beste Beispiel können wir möglicherweise bald vor der eigenen Haustür erleben: Während die Gemeinde Haunetal von möglichen Einnahmen (sofern es welche geben wird!) durch die Windräder im Gebiet HEF 55 profitieren wird, wird die Gemeinde Burghaun die Belastungen der Anlagen tragen müssen.

Windkraft-Invest nicht ohne Risiko!

In der Fuldaer Zeitung vom 09.03.2013 weist Alois Früchtl, Vorsitzender des Vorstands der Sparkasse Fulda sehr eindrucksvoll auf die zahlreichen Risiken einer Beteiligung an Windkraftanlagen hin.
Die Sparkasse Fulda verzichtet völlig auf ein Investment in Windkraft, da die Risiken zu hoch sind. Es wird nicht nur von falschen Zahlen und Versprechen ausgegangen, so der Vorstand der Sparkasse, sondern es werden auch die zusätzlichen Risiken, wie eine Stilllegung aufgrund von Naturschutzbestimmungen und mögliche Zahlungen, die auf die Betreiber und Investoren von diesen Anlagen zukommen können, verschwiegen.

Viel versprochen, nichts gehalten!

Die Zeitung „Die Welt“ zeigt in einem Artikel (Anleger warten vergeblich auf Geld aus Ökofonds) auf, dass in ganz Deutschland tausende Anleger vergeblich auf versprochene Traumrenditen aus Windkraftfonds warten. Mehrere Windparks wurden bereits wegen Insolvenz aufgegeben.

Links

Ein Bürgermeister rechnet nach: Windkraft bringt der Gemeinde nichts!

Die Welt: Keine Hoffnung auf Gewerbsteuereinnahmen in der Uckermark

Die Welt: Kommunen warnen vor Scheitern der Energiewende

Mitteldeutsche Zeitung: Gemeinden sind enttäuscht

Augsburger Allgemeine: Kein Gewerbesteuer-Sturm durch die Windkraft

Bericht der Allgemeinen Zeitung Mainz: Stadtwerke Mainz machen Minus mit Windkraft

Echo: Windpark Hainhaus schreibt weiter Verluste

Süddeutsche Zeitung: Windkraftfirmen können ihre Versprechen nicht halten

Handelsblatt: Windreich meldet Insolvenz an

Report Mainz (ARD): Warum Öko-Energie für Stadtwerke oft ein Verlustgeschäft ist

Handelsblatt: Prokons unsichere Geschäfte mit der Windkraft

Die TAZ: Warnung vor grünen Geldanlagen

Süddeutsche Zeitung: Blackstone investiert in Windenergie

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